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Leistungen - Aquaborn - nach DDDr. Christian Kobau

AQUABORN ist eine spezifische Heilarbeit, welche in 34° C warmem Wasser durchgeführt wird. Diese Wassertherapie ist eine Entwicklung aus dem WATSU (Shiatsu im Wasser, welches H. DULL in den USA lehrt).

Durch die verstärkte Integration des körperlichen, geistigen und seelischen Aspektes, sowie von Elementen aus der chinesischen und indischen Medizin, konnte eine Weiterentwicklung dieser speziellen Wassertherapie erreicht werden und so zu tieferen Bereichen menschlicher Seinsqualität vordringen.

Durch die heilende Wirkung des Wassers werden erstarrte Strukturen zum Fließen gebracht, und der „im Becken“ schwebende Mensch (Aquant) verspürt ein Gefühl der Geborgenheit, Sicherheit und Wärme.

Dieses Erlebnis kann als „uterale Resonanz“ bezeichnet werden
(geborgen wie ein Embryo im Uterus).

Die zusätzliche Verwendung von Akupressurpunkten und Dehnungs- bzw. Strechbewegungen im Wasser durch den Aquaten (Therapeut) dient dazu, blockierte Energieflüsse wieder zu aktivieren.

Die besondere Wirkung dieser über eine Entspannungsmethode weit hinausgehende Therapie wird durch mehrere zur selben Zeit auf den Aquanten einwirkenden Faktoren erklärt:

1. Durch das „Gehaltenwerden“ im Wasser entsteht ein Gefühl der Schwerelosigkeit – der Muskeltonus läßt nach einiger Zeit nach – ein Entspannungszustand tritt ein.

2. Das Wasser sollte eine Temperatur von 33 bis 35° haben. Diese wärmende und umhüllende Schicht erscheint wie eine bekannte, den Körper umgebende Haut – die Verbindung des „Gehaltenwerdens“ mit dieser wärmenden Umhüllung erzeugt oft einen Zustand des Geborgenseins und kann alte embryonale und frühkindliche Muster hervorholen.

3. Über Schaukel- und Wiegebewegung wird der Aquant in eine Art Trance geschwebt: Die „Wiege“ ist eine Bewegungsabfolge, bei welcher drei transformierend wirkende Mechanismen auf den Menschen einwirken:
a) Der Aquant wird in „embryonaler Haltung“ gehalten:

- Oberkörper, Knie und Hüfte gebeugt
- Arme locker seitlich angewinkelt
- der ganze Körper wird primär an den Oberkörper des Aquaten angelehnt
- der Kopf liegt im Ellbogen, die Knie werden in gebeugtem Zustand von der anderen Hand gehalten.

Diese Position entspricht einerseits gewissermaßen einer Embryohaltung, andererseits wissen wir, daß alte archaische Reflexe bestimmten Teilen unseres Körpers entsprechen, die wiederum gewissen Meridianpaaren zugeordnet sind.

So wird der rückseitige Teil des Körpers mit dem Fluchtreflex in Verbindung gebracht (Kopf und Nacken einziehen – Schutz von hinten).

Über den gesamten rückwärtigen Teil verläuft auch der Blasenmeridian, der mit den psychischen Komponenten der Angst und Furcht assoziiert wird.

Menschen, die „unter Spannung stehen“, Furcht haben, in unserer Gesellschaft nicht „ihren Mann stehen“ zu können, einerseits „gebeugt“ werden vom Druck der Umwelt, andererseits ihre ganze „Muskelkraft“ aufbringen müssen, um dennoch „gerade“ und scheinbar problemlos dastehen zu können, werden in den Nacken-, Brust- und Lendenwirbeln und der dazugehörigen Muskulatur mit der Zeit stärkere Beschwerden bekommen – „Ich lasse mich nicht beugen.“

Wird jetzt dieser Mensch mit all seinem Spannungspotenzial in eben diese gebeugte Position, welche er stets versucht hat zu vermeiden, gebracht, kann man in den ersten Minuten noch diese Spannung und den Widerstand spüren.

Erst wenn der Mensch spürt, dass er in einer absolut sicheren, vertrauten und geborgenen Umgebung ist, kann er loslassen und sich in den altbekannten Zustand der geschützten Embryohaltung begeben.
Grundvoraussetzung ist, dass ein gewisser Vorschuß an Vertrauen an den Partner oder Therapeuten, der Aquaborn ausübt (Aquat), gegeben ist.

b) Aus der den Oberkörper anliegenden Ruheposition heraus bewegt der Therapeut den Menschen vom eigenen Körper weg und beginnt mit langsamen Schaukelbewegungen.
Der Aquat steht zuerst breitbeinig, wie bei der Grundposition in QIGONG, und arbeitet mit seiner Aufmerksamkeit aus seinem Bauch (Dantien) heraus, indem er seinen Oberkörper aus der Hüfte heraus dreht und so den Patienten in Wiege- bzw. Schaukelbewegungen durch das Wasser führt.

Auch dieses „Wiegen“ ist wieder für jeden von uns ein altbekanntes Gefühl, welches seine Wirkung nicht verfehlt.

Unser Gleichgewichtsorgan wird u.a. durch unsere Position zur Erdoberfläche, Rotationen, Augenbewegungen und letzten Endes auch durch die Schwerkraft beeinflusst.

Das Hin- und Herschaukeln im Wasser, die Drehungen, das Gefühl der Schwerelosigkeit „verwirren“ unseren Gleichgewichtssinn derart, daß der Bezug zu oben und unten bzw. die komplette Orientierung verloren geht, wenn man in der Drehung z.B. die Augen aufmacht.

Orientierungslosigkeit bedeutet, daß der Bezug zur Umwelt momentan verloren gegangen ist. Bezuglosigkeit zu den „realen“ Dingen des Leben
bedeutet aber auch, dass der Geist loslassen kann von Sorgen, Ängsten und belastenden Gedanken.

4. Einen wichtigen Einfluß auf die gesamte Arbeit hat das Element der Stimme des Aquaten: Ein aus dem tiefsten Inneren herauskommender Ton bildet eine eigene Verbindung zum Aquanten.

Dieser Ton kann die Qualität eines monotonen Summtones (Mmm...) haben oder es wird eine einfache Melodie gesummt.
Durch das Wasser wird jede Schwingung in einer besonderen Qualität zum Aquanten geleitet.

So wird auch auf der „verbalen Ebene“ eine Resonanz zwischen den beiden Menschen im Wasser geschaffen, die dazu dient, ein einheitliches energetisches Feld zu bilden.

Es werden ätherische Öle über der Nase des Aquanten verblasen und Klangschalen auf dessen Körper verteilt und angeschlagen.

5. Für den Aquanten ist nicht nur das Vertrauen, welches er in den Aquaten setzt, von Bedeutung, sondern auch die Fähigkeit, sich auf „das Ganze“ einzulassen. Gewissermaßen soll er sich ja einer „fremden“ Person „hingeben“, die ihn wiederum „annehmen“ muß.

“Hingeben“ und „angenommen werden, so wie man ist“, akzeptiert werden mit all seinen „Fehlern und Schwächen“ ist nicht immer leicht und erfordert oft ein gewisses Maß an Überwindung.

Im Wasser gibt es praktisch keine Masken, die man sich sonst überzieht, um seinem bzw. dem Wunschbild der Gesellschaft zu entsprechen.
Man ist praktisch nackt, um nicht zu sagen ausgeliefert.

Vertrauen zu zeigen, sich akzeptieren zu können, aber auch von anderen anzunehmen, sind wichtige Lernprozesse, welche im Verlaufe mehrerer Aquaborn - Sessions herausgearbeitet werden.

6. Die Bewußtheit des Aquaten:

Um in die Tiefe gehen zu können, muß auch eine entsprechende Tiefe des Aquaten vorhanden sein. Während der Session sollte der Aquaborn Ausübende mit voller Gewahrsamkeit beim Partner sein.

Je mehr Aufmerksamkeit und liebevolle Zuwendung vorhanden ist, desto intensiver und wohltuender wird das Erlebnis für beide sein.

Die Summe all dieser Einflüsse bewirkt, daß verhärtete Strukturen aufbrechen können und der uns umhüllende „Panzer“ geöffnet wird.

Dieser Panzer kann mit einer fixen Struktur verglichen werden, die einerseits eine Schutzfunktion hat, andererseits auch begrenzend wirkt und kaum jemand tiefer hereinlässt.
Der Panzer wird durch unsere Gedanken, Glaubenseinstellungen und Muster gebildet und überträgt sich logischerweise auf unsere Muskel und das Nervensystem.

Ein Muster oder einen schützenden Panzer aufzugeben erfordert immer Mut, denn man weiß nicht, was danach kommt.
Viele glauben, es sei besser, in alten schmerzhaften und oft quälerisch anmutenden Spannungszuständen zu leben, als aus der zwar unangenehmen, aber bekannten Struktur auszusteigen und sich auf etwas Neues, Unbekanntes einzulassen.

Es könnte vielleicht besser werden, aber eben nur vielleicht.
Was ist, wenn es schlimmer wird ?
Also bleiben wir lieber beim Alten und verändern nichts in unserem Leben.

Jener Mut, die begrenzenden Hüllen fallen zu lassen, ist notwendig, um eine Entwicklung an der eigenen Persönlichkeit möglich zu machen – „entwickeln“, sich aus den Hüllen herauszuwickeln und sie abzustreifen, damit man sich „entfalten“ kann.

Dieser „Öffnung“ entsprechen im Wasser jene Positionen, in denen man aus einer Beugehaltung, wie es z.B. die „Wiege“ ist, in eine Streckhaltung übergeht.
Dabei wird der gebeugte Körper langsam geöffnet, der Entfaltung einer Lotusblume gleichkommend.

Die eine Hand liegt unter dem Kreuzbein, die andere unter dem Nacken – langsam wird der Aquant hin- und hergeschwebt.
Der Bauchraum liegt frei und ungeschützt und ist trotzdem gesichert.
(„Lotusblume im Wind“)

In der vorderen Mittellinie des Körpers verläuft das Konzeptionsgefäß – der „empfangende Meridian“:
Die Vorderseite kann zweierlei „empfangen“ – einerseits Liebe, Zuneigung, Akzeptanz, andererseits auch körperliche und emotionale Schläge.

Der Öffnung des Bauchraumes wird somit eine besondere Bedeutung zugesprochen.

Aus der gestreckten Haltung besteht die Möglichkeit, den Aquanten in eine seitliche Strechposition zu bringen, indem man eine Hand unter das körpernahe Knie bringt - die andere bleibt unter dem Nacken - und beginnt, das Knie unter leichten Schwingbewegungen zuerst auf die eine und dann auf die andere Seite zu ziehen.

Die Seitwärtsbewegungen werden immer größer und ausladender, sodaß der Körper leicht seitwärts gedreht und verwunden durchs Wasser gezogen wird.

Wir erzeugen so auf der einen Seite der Drehbewegung eine „Verwindung“ und leichte Spannung, auf der anderen Seite eine Öffnung – vor allem des Beckens. – Spannung und Entspannung – YANG- und YIN- Elemente werden durch diese Übung in einer harmonischen Balance gehalten („den Tiger bändigen“).

Wie bereits beschrieben ist der seitliche Teil unseres Körpers mit dem Reflex des aggressiven Angriffs verbunden. Seitlich verläuft auch das Meridianpaar Leber – Gallenblase, welche mit der psychischen Entsprechung der Wut und Aggressivität korrelliert.

Genauso wie Lomi Lomi Nui ist Aquaborn mit einem Tanz zweier Lebewesen vergleichbar.
Das spielerische und tanzende Element kommt im Wasser natürlich noch mehr heraus als an Land.

Aquaborn ist ein Tanz im Wasser, der beiden dazu hilft, ihre begrenzenden Hüllen abzuwerfen, die muskulären Panzer zu lösen und wie „neu geboren“ aus dem Wasser zu steigen.

Es kann ein Erlebnis wie eine sanfte Geburt im Wasser werden (kann auch zur Geburtsvorbereitung eingesetzt werden, vor allem, wenn man eine Wassergeburt plant).

Die einzelnen Übungen dienen wiederum nur als Struktur, um anfangs ein Gefühl für die Bewegung mit anderen Menschen im Wasser zu bekommen.

Mit fortschreitender Erfahrung werden sich die Übungen miteinander vermischen, man wird eigene Positionen kreieren und sich aus seiner Intuition heraus frei bewegen.

Die Schwierigkeit der dokumentatorischen Beschreibung besteht immer darin, daß ein Zustand, bzw. ein Gefühl während einer Session erläutert werden soll, das eigentlich nur persönlich erfahren werden kann.

Man muß sich also vorerst mit der schriftlichen Information begnügen und kann danach seine persönlichen Erfahrungen über oder unter Wasser sammeln.

Wie bei Lomi Lomi Nui wird es nach dem Erlernen der Grundstrukturen und Bewegungen (dazu gehört auch ein Basiswissen über den Energiekörper und die Meridiane) vor allem auf

INTUITION – KREATIVITÄT – BEWUSSTSEIN

ankommen, um ein gefühlvolles und liebevolles Arbeiten im Wasser zu ermöglichen.

Aquaborn unter Wasser

Der Aquant bekommt eine Nasenklemme und man vereinbart mit ihm ein bestimmtes Zeichen, wenn er bereit ist, unter Wasser zu gehen.

Er wird in seiner Ausatmungsphase unter Wasser getaucht und entsprechende Übungen sozusagen im freien Schweben durchgeführt.

Je länger die Session dauert, desto länger wird man den Aquant unter Wasser halten können, da das Verlangen nach Luft sich dann wesentlich reduziert.

Aquaborn über bzw. unter Wasser sollte primär getrennt durchgeführt werden und jeder muß für sich individuell entscheiden, was er bevorzugt (getrennt oder beide kombiniert oder nur über bzw. nur unter Wasser).

Die Aquabornarbeit unter Wasser erfordert sehr viel Gefühl für den Partner und vor allem eine gute persönliche Verbindung zum Element Wasser.

Der Abschlusszyklus

Nach den Übungen wird der Aquant in der „gestreckten Haltung“ ruhig und langsam durchs Wasser geführt und dann bleibt man komplett still stehen und verharrt einige Zeit ( 2 – 3 Minuten) in dieser Ruheposition.

Meistens ist der Aquant dann so entspannt, dass er leicht mit der Hand gehalten werden kann (eventuell besteht die Möglichkeit, mit dem Knie das Becken zu unterstützen).

Die andere freie Hand wird in einem Abstand von 5 – 10 cm über dem unteren Nabelbereich (Dantien, KG6) geführt und der Aquat visualisiert „Dantien, die Mitte stärken“.

Danach geht die Hand über das Herzareal und vermittelt einen Zustand von Liebe und Akzeptanz. Diese Hand berührt danach die Brustbein- bzw. Herzregion, während die zweite Hand unter dem Kopf liegt.
Auf diese Weise wird der Aquant zum Beckenrand oder den Stufen hinbewegt und der Kopf vorsichtig auf den Rand gelegt.

Die Hand am Brustbein drückt den Oberkörper dann sanft gegen die Beckenwand und die inzwischen frei gewordene andere Hand ergreift eine Hand des Aquanten, während die Füße des Aquanten mit den Sohlen des Aquaten fixiert werden.

Der sich noch meist in einer Art Trance befindende Mensch wird also von beiden Händen und Füßen des Aquaten am Beckenrand solange fixiert, bis er wieder voll ansprechbar bei sich ist.

In der Zwischenzeit fokussiert der Aquat mit seinem Herz das Herz des Aquanten und mit seinem dritten Auge das dritte Auge (6. Chakra) des Anderen und verabschiedet sich geistig von ihm.

Spätestens jetzt wird man erkennen, daß Aquaborn eine tiefgreifende Arbeit im Wasser ist, die den Menschen innerste Aspekte seines Seins erleben lassen kann.

Es sollen daher nur diejenigen, welche viel Erfahrung im Umgang mit Menschen haben und eine entsprechende Ausbildung haben, dieses verantwortungsvolle Wissen weitergeben.

Die Durchführung von Aquaborn im vertrauten Familienkreis allerdings kann wertvolle Erlebnisse und einen verbindenden Zusammenhalt vermitteln.

Man sollte auf jeden Fall mit dem Menschen, mit welchem Aquaborn gemacht wird, über die möglichen eventuell zutage tretenden emotionalen Aspekte sprechen:

Sowohl starke Traurigkeitsgefühle mit dem Bedürfnis zu weinen, als auch ein erhöhtes Glücksgefühl können auftreten und sollen nicht unterdrückt werden,
- Genauso wenig wie spontane Muskelkontraktionen, welche den ganzen Körper erfassen können;
- Auch die unterschiedlichsten Farben und Strukturen können je nach Mensch individuell wahrgenommen werden.
- Kribbeln in den Armen, Beinen und im Bauchraum wird oft als ein „Strömen der Energie“ beschrieben.
- Der Bezug zur Zeit geht während des Verweilens im Wasser meist verloren.

Es kann aber auch vorkommen, daß man vorerst nichts von all dem verspürt, sondern „einfach“ ein entspanntes Erlebnis im Wasser genießt.

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